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Wald- und Vitalitätsmonitoring

S-04 · Luft und Fernerkundung

Wald- und Vitalitätsmonitoring

Wir erfassen Vitalität und Struktur von Waldbeständen in festen Zeitfenstern über mehrere Jahre. So werden Veränderungen am Einzelbaum und im Bestand vergleichbar.

Leistungsumfang

  • Vitalitätsindizes aus 10 Spektralbändern
  • Einzelbaumerkennung aus LiDAR
  • Baumhöhe, Kronenfläche und Zuwachs
  • Abgleich mit terrestrischen Referenzflächen

Typische Einsätze

  • Jährlicher Waldzustand im Forstbetrieb
  • Trockenschäden nach heißen Sommern
  • Monitoring von Dauerbeobachtungsflächen

Ergebnisse

  • Vitalitätskarten als GeoTIFF und PDF
  • Baumliste mit Höhe und Vitalitätsklasse
  • Vergleich zum Vorjahr im Kundenportal
Wald- und Vitalitätsmonitoring 1
Wald- und Vitalitätsmonitoring 2
Wald- und Vitalitätsmonitoring 3

Methodik

So gehen wir bei dieser Leistung vor.

01Grundlage ist ein fester Befliegungsplan: Jede Fläche wird jährlich im selben Zeitfenster zwischen Juli und Mitte August beflogen, bei vergleichbarem Sonnenstand und möglichst gleichmäßigem Licht. Multispektral- und LiDAR-Aufnahmen erfolgen in getrennten Flügen, damit jeder Sensor in der für ihn optimalen Flughöhe arbeitet.

02Aus der LiDAR-Punktwolke segmentieren wir Einzelbäume und berechnen Höhe, Kronenfläche und Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Jedem Baum ordnen wir die spektralen Werte seiner Krone zu und leiten daraus eine Vitalitätsklasse ab. Die Klassengrenzen prüfen wir an terrestrischen Referenzbäumen, die das Feldteam jedes Jahr anspricht.

03Flächen im Länderübergreifenden Wald- und Bodenmonitoring (LWBM) bearbeiten wir nach dessen Erhebungsprotokoll. Die Feldteams fahren dabei wechselnde, oft gemietete Fahrzeuge ohne Beschriftung. Erkennbar sind sie am Einsatzblatt mit Einsatznummer hinter der Windschutzscheibe und am Einsatzausweis.

Qualität und Nachweise

  • Befliegung jedes Jahr im gleichen Zeitfenster
  • Vitalitätsklassen an terrestrischen Referenzbäumen geprüft
  • Kalibrierung der Multispektralsensoren vor jedem Flugtag
  • Umweltmanagement nach ISO 14001:2015, zertifiziert durch Nordax Cert

Rechtsgrundlagen und Genehmigungen

  • §Bundeswaldgesetz § 14 und Landeswaldgesetze, Betreten des Waldes
  • §Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 über den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge
  • §Befahrung von LWBM-Flächen nach Programmvorgaben und mit Zustimmung des Eigentümers

Deutschland EU Einsatz in Deutschland und der EU

Referenzen

2026 · 58 Dauerbeobachtungsflächen, 2.100 ha

Kommunaler Forstbetrieb, Osthessen

Vierter Jahrgang der Vitalitätszeitreihe. Auf 31 Flächen sank der Vitalitätsindex gegenüber 2025, vor allem in Fichtenbeständen auf Südhängen.

2024 · 4.700 ha

Privatforstbetrieb, Oberösterreich

Einzelbauminventur mit Vitalitätsklassen für Fichte, Buche und Tanne. Die Ergebnisse flossen in die Planung des Waldumbaus für die nächsten zehn Jahre ein.

Auftraggeber nennen wir auf Wunsch der Auftraggeber nicht namentlich.

Häufige Fragen

Wie misst man die Vitalität von Bäumen?

Gesunde Blätter und Nadeln reflektieren viel Nahinfrarot und wenig Rot. Aus diesem Verhältnis berechnen wir Indizes wie den NDVI und prüfen sie an Referenzbäumen im Gelände.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Befliegung?

Für Laub- und Nadelholz meist Juli bis Mitte August, bei voller Belaubung. Wichtig ist, jedes Jahr im selben Zeitfenster zu fliegen, damit die Werte vergleichbar sind.

Kann man jeden Baum einzeln erfassen?

Im Oberstand ja, mit LiDAR und hochauflösenden Luftbildern. Unterstand und Verjüngung erfassen wir nur teilweise; dort ergänzen terrestrische Stichproben die Daten.

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